Archive for Februar, 2009

Pressemitteilung für die Vergesslichen: Deutsche Rentenversicherung

Was veranlasst die Deutsche Rentenversicherung wohl dazu eine eigene Pressemitteilung zu veröffentlichen, die explizit auf die Adressänderung von Rentnern und Leistungsempfängern im Falle eines Umzugs hinweist?

Wahrscheinlich hat sich die Zahl der Rentner erhöht, die OHNE Meldung des Umzugs an die Rentenversicherung ihren Lebensabend irgendwo Richtung Süden verbringen wollten. Diese Rentner mussten dann auch feststellen, dass die Deutsche Rentenversicherung Bund einfach die Zahlung der Renten einstellt, sobald ein Brief an den Rentenempfänger als unzustellbar an den Absender zurückkommt.

[...] dass auch sie die aktuelle Adresse der Rentnerinnen und Rentner benötigt. Können Briefe nicht zugestellt und die neue Anschrift nach einem Umzug nicht ermittelt werden, muss die Zahlung der Rente eingestellt werden. Nur durch diese Maßnahme können Überzahlungen der Rente zu Lasten der Versichertengemeinschaft vermieden werden. Erst wenn sich die Betroffenen mit ihrer neuen Adresse melden, kann die Rentenzahlung wieder aufgenommen werden. [...]

Erkältungszeit

Was kann einen den Donnerstag wirklich vermiesen?

Richtig, die klassische Wintererkältung mit allen kleinen Nebenerscheinungen wie Kopf- und Gliederschmerzen, triefende Nase und das leichte Fieber, das trotz gefühlter 35 Grad hier im Büro mich heftig frösteln lässt.

In der Werbung wird es immer so schön breitgetreten, das W*** ******** hilft.

Ich verraten Mal ein Geheimnis: Das ‘Medikament’ zu schlucken ist so sinnvoll wie ein Kilo Mehl gegen Erkältung zu nehmen.

Hilft wohl nur eins…. ab ins Bett.

Der Krankenstand steigt

Statistiken sind ja doch immer wieder schön, vor allem wenn man so wie ich nur den eigenen Statistiken glaubt. Jedenfalls hat die Techniker Krankenkasse (TK) eben eine Statistik veröffentlicht, wonach die Zahl der Krankschreibungen in Deutschland wieder im steigen ist. Laut der TK ist der durchschnittliche Versicherte 11,2 Tage im Jahr krankgeschrieben.

Wie war das mit dem Urlaub auf gelben Schein? ;-)

Wenn der Versicherungsmakler Fristen verstreichen lässt

Als Versicherungsmakler ist man ja immer mit einem Bein in der Haftungsfalle, und zumeist kommen im Fall der Fälle eben auch zu gerichtlichen Auseinandersetzungen, wie auch in unserem Fall. Hier beschäftigte sich das Oberlandesgericht Karlsruhe (AZ.: 9 U 141/08) sich mit der versäumten Frist bei der Geltendmachung von Ansprüchen gegenüber einer privaten Unfallversicherung nach einem schweren Motorradunfall. Nur leider hat der Makler, welcher dem Versicherungsnehmer bei der Schadensabwicklung half, die Frist zur Geltendmachung von Ansprüchen gegenüber der Unfallversicherung ‘versemmelt’. Die Unfallversicherung lehnte die Leistungen ab.

Die Frist beträgt laut den Allgemeinen Bedingungen für die Unfallversicherung (§7 AUB) ein Jahr. Innerhalb dieses Jahres muss zum einen die Invalidität nach dem Unfall eingetreten sein, und zum zweiten muss die Invalidität auch ärztlich festgestellt sein.

Hier einige wichtige Passagen aus dem Urteil des OLG Karlsruhe:

[...] Der Beklagte (Makler Anm. d. Red.) haftet dem Kläger aufgrund einer Nebenpflichtverletzung des zwischen ihnen bestehenden Versicherungsmaklervertrags (§ 280 Abs. 1 BGB). Der Beklagte hätte den Kläger darauf hinweisen müssen, dass § 7 AUB eine Ausschlussfrist für Ansprüche aus einer Unfallversicherung vorsieht.

Ein Versicherungsmakler ist verpflichtet, seinen Kunden auch nach Abschluss eines vermittelten Versicherungsvertrags weiter zu betreuen. Diese Betreuungspflicht betrifft zum einen die Frage, ob die Versicherungen weiterhin angemessen sind. Zum anderen hat der Versicherungsmakler auf Veränderungen zu reagieren, die den Versicherungsschutz gefährden können. Schließlich ist ein Versicherungsmakler im Schadensfall verpflichtet, den Versicherungsnehmer, der die Dienste des Versicherungsmaklers bei der Abwicklung der Versicherungsansprüche aus dem Schadensfall in Anspruch nimmt, zu unterstützen [...] Hierzu zählt jedenfalls die Pflicht, den Versicherungsnehmer über besondere Umstände und Risiken aufzuklären, die den Versicherungsanspruch gefährden könnten. [...]

Laut des Gerichtsurteils des OLG Karlsruhe ist es in erster Linie die Angelegenheit des Versicherten und Anspruchstellers seine Ansprüche gegenüber der Unfallversicherung anzumelden. Dabei ist in diesem Fall der Versicherungsmakler dennoch  zu Schadenersatz verpflichtet, weil die gesamte Korrespondenz mit der Versicherungsgesellschaft über dessen  Schreibtisch lief und das OLG Karlsruhe somit ein erhebliches Mitverschulden des Versicherungsmaklers sah.

Was wirklich ärgerlich ist…

Ein Kieferorthopäde, bei dem eine heute 12-jährige Patientin sich seit fast vier Jahren in Behandlung befindet, bereitet einem sogar noch Ärger.

In diesen vier Jahren hat sich weder der Überbiß verbessert, noch ist die Behandlung insgesamt auch nur annähernd abgeschlossen. Einzig und allein wurden die Lücken, welche durch die Extraktion von vier bleibenden Zähnen entstanden sind, geschlossen.

Am amüsantesten ist die Tatsache, dass der bisherige Kieferorthopäde sich sogar noch weigerte, die für die weitere Behandlung notwendigen Unterlagen dem neuen Kieferorthopäden per Post zuzusenden. Also macht man sich als Elternteil auf den Weg und holt die Unterlagen persönlich ab.

Insgesamt wirklich eine sehr arme Vorstellung.

Neudefinition des Pflegebegriffs

Ulla Schmidt, die sich ja durch ihre undurchdachten Reformen und deren Folgen für die Bürger auszeichnet, möchte die Pflegeversicherung reformieren.

Nachdem in der Vergangenheit die Einteilung der Leistungen in der Pflegeversicherung grundsätzlich nach den Pflegestufen festgelegt wurden, so soll zukünftig die Pflegebedürftigkeit an dem Grad der Selbstständigkeit des Pflegebedürftigen bemessen werden. Dafür wird ein Punktwert eingeführt.

Ob mit der Pflegereform wirklich der Grundstein zur finanziellen Gesundung der gesetzlichen Pflegekassen gelegt wird, darf bezweifelt werden. Alleine die Tatsache, dass der sinkenden Zahl der Beitragszahler in keinster Weise Rechnung getragen wird, lässt böses ahnen ;-)

Josiah Nash, ich möchte keine Mails von Ihnen

Ich möchte keine Neue Jobvakanze, geschweige denn bitte ich um Ihre Mails wie die nachstehend aufgeführte an diesen Blog.

Wir möchten Ihnen eine Stelle des Finanzmanagers in Focal Financial Group anbieten. Focal Financial Group entwickelte sich erfolgreich auf dem Finanzenmarkt im Laufe von mehr als 10 Jahren. Wir bieten professionelle Finanz- und Investitionslösungen privaten Investoren sowie Korporationen an. Focal Financial Group funktioniert auf dem Markt mit dem unaufhörlich wachsenden Potenzial und mit den neuen Möglichkeiten. Wir öffnen neue Horizonte des Erfolgs und bieten auf solche Weise die
modernen und aktuellen Qualitätsdienstleistungen an. Jetzt hat unsere Gesellschaft eine freie Stelle – die Stelle des Finanzmanagers. Besonderheit von Arbeit eines solchen Fachmannes besteht darin, dass man mehrere private Rechnungen bei der Transaktionen benutzt. Das ist eine der Bedingungen für die langfristige Zusammenarbeit mit unseren Kunden, weil das zur Vermeidung der Besteuerung (Kommissionsgebühr für Geldüberweisung, die von der Bank erhoben wird) und zur
Beschleunigung des Transaktionsprozesses dient. Aufgaben eines Finanzmanagers schließen Verarbeitung von Transaktionen, die auf unsere Rechnungen von unseren Kunden überwiesen werden, weitere Überweisung der Geldmittel auf Rechnungen, über welche Sie genauere Informationen von uns bekommen werden. Um all das zu leisten, sollen Sie nur 3
Stunden pro Tag dieser Arbeit widmen und gewiss einen Wunsch, das zu machen, haben. Ihr Lohn am Anfang wird ˆ900 pro Monat plus 5 % von jeder Transaktion sein.

Wir bieten an:
-Weitere Training
-Kariersteigen und persönliche Entwicklung
-Training und Arbeit in einer dynamischen und freundlichen Atmosphäre
-Wettbewerbslöhne
-Lohnsystem plus Bonus, falls Sie gute Ergebnisse haben

Fälls Sie für unsere Vakanz Interesse haben oder irgendwelche Fragen an uns stellen möchten, schreiben Sie bitte an unsere e-mail:
norex.oliver@gmail.com

Ich wünsche Ihnen dennoch nur das Beste, vor allem einen Total-Ausfall Ihrer Mailserver :-P

Gesundheitsfonds ermöglicht Abzocke

Eine der tragenden Rollen in der Gesundheitsreform von Frau Ulla Schmidt ist ja der Gesundheitsfonds. Seit 31 Tagen ist dieser Gesundheitsfonds nun in Kraft, und die Medien zeigen die ersten eklatanten Schwachstellen in dem Herzstück der Gesundheitsreform 2007 auf.

So verkommt der Gesundheitsfonds durch den eingearbeiteten Finanzausgleich zu einer Geld-Druckmaschine für die Krankenkassen und die Hausärzte. Die Krankenkassen erhalten höhere Zahlungen aus dem Gesundheitsfonds, wenn ein Versicherter unter einer von 80 vorher in dem GKV-WSG festgelegten Krankheiten leidet.

Natürlich haben die gesetzlichen Krankenkassen nun die Lizenz zum Gelddrucken für sich entdeckt und nutzen diese auch kräftig aus. Die AOK Niedersachsen hat laut eines Berichtes der Süddeutschen Zeitung Ärzte aufgefordert, ihre Patienten zu überprüfen, ob denn nicht eine dieser 80 besonders lukrativen Krankheiten vorliege.

Noch besser ist die Situation bei der AOK Bayern und den in Bayern niedergelassenen Ärzten. Hier wurde in einem noch nicht ratifizierten Vertrag zwischen der AOK Bayern und dem bayerischen Hausärzteverband sogar den Hausärzten eine Art Prämie zugesagt, wenn diese bei den eigenen Patienten eine der 80 besonders mit Geldgeschenken aus dem Gesundheitsfonds honorierten Erkrankungen feststellen können.

Nehmen wir doch ein Beispiel aus der Praxis: So kann sich eine vorübergehende Stimmungsschwankung dank dieses Bonussystems plötzlich zu einer ausgewachsenen Depression mausern, was für die Krankenkasse erhebliche Mehreinnahmen bedeutet. Dass aber zeitgleich für den Versicherten daraus erhebliche Schwierigkeiten ergeben könnte ist damit allerdings den Krankenkassen ziemlich egal. Sobald die Diagnose in der eigenen Krankenakte vermerkt ist, ist es fast unmöglich, beispielsweise eine private Krankenversicherung, Lebensversicherung oder Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschliessen. In den Versicherungsanträgen wird meist ausdrücklich nach diesen Krankheiten gefragt.

Einen sehr schönen Beitrag zu der Praxis der bayerischen Hausärzte und der AOK strahlte das Erste in der Sendung Panorama vom 21.1.09 aus.